Die Antworten von Lukas Veith

Freizeit und Jugendkultur

  1. Was fehlt jungen Menschen in Friedberg im Bereich Freizeit und Jugendkultur? In Friedberg fehlen Anbindungen zu zentralen Treffpunkten wie dem Junity. Die Seewiese soll nach dem Neugestaltungskonzept attraktiver für Jugendliche gestaltet werden durch den bereits im Haushalt eingestellten Pump-Track und weitere Angebote. Für weitere Jugend und Freizeitangebote in den Ortsteilen direkt wie ein Jugendclub zum Beispiel in meinem Heimatort Dorheim haben Testphasen gezeigt, dass die Nachfrage hier nicht so hoch ist, dass sich ein aufrecht erhalten lohnen würde. In den nächsten Jahren steht außerdem die Sanierung des Usa-Wellenbades an. Damit könnte ein weitere Treffpunkt geschaffen werden. Wir unterstützen aktiv die Anträge aus dem Jugendbeirat. Der Jugendrat setzt sich weiterhin für den Ausbau der Freizeit und Jugendkultur ein, wie sich in letzter Zeit gezeigt hat. Gerne sind auch wir hier der jüngeren Bevölkerungsgruppe dankbar für Anregungen.
  2. Warum gibt es in Friedberg bisher kein Kino – und sehen Sie eine Chance, das zu ändern? Das Kino konnte sich aufgrund einer Vielzahl von Gründen nicht durchsetzen welche nicht in direkter Verbindung zur Stadt und damit zum Stadtparlament steht. Ich sehe im neuen Konzept Kino/Parkhaus eine Vielzahl von Positiven Argumenten, dass dieses Projekt für Friedberg umgesetzt werden kann, sodass wir alle wieder auf kurzem Wege ins Kino gehen können. 
  3. Wie stehen Sie zu einer Skatehalle oder einem überdachten Skate-Angebot? Ich stehe diesem Anliegen offen gegenüber. Die Freizeit und Sportangebote müssen weiter nachhaltig ausgebaut werden. Ein geeigneter Platz zum Bauvorhaben halte ich für essenziell wichtig, um einer Vielzahl an Jugendlichen die Möglichkeit zur Nutzung zu ermöglichen. Ob die Umsetzung dann in Form einer Halle oder einer Überdachung stattfindet, bleibt erstmal bis zum Antrag und der Beantwortung durch das städtische Bauamt ungewiss da der Standort hier an erster Stelle zur Klärung steht. 
  4. Wie können Treffpunkte entstehen, an denen sich junge Menschen und Erwachsene begegnen können? Treffpunkte wo sich Jung und Alt begegnen können immer und überall stattfinden. In den Ortschaften findet überwiegend der Kontakt über Veranstaltungen, Vereine und Feste statt ebenso in der Stadt. Ein weiteres städtisches Angebot bildet das Junity. Dort treffen sich regelmäßig junge Menschen und nehmen an Workshops und Veranstaltungen teil denen natürlich auch Erwachsene teilnehmen. Vereine in der Stadt bilden die Erstanlaufstelle weswegen wir für ein nachhaltiges Vereinsleben stehen und uns dafür weiterhin einsetzen werden. 
  5. Was wollen Sie tun, damit es mehr attraktive Freizeitangebote für Jugendliche gibt? Neukonzeptionen von zentralen Standorten wie den Bolzplätzen in den Orten und Treffpunkten in der Stadt bieten Potenzial für neue attraktive Freizeitangebote. Fahrradwege Ausbau im gesamten Stadtgebiet bieten einen großen Vorteil für junge Leute, da diese Umweltfreundlich und nachhaltig aus Ihrem Wohnort von A nach B fahren können. Ebenso unterstützen wir auch hier durch die Sportförderrichtlinien die Vereine. Setzen und für den Neubau/Sanierung des Usa Wellenbades sowie unserer Sportstätten ein.

Schule, Ausbildung &Zukunft

  1. Was muss sich konkret ändern, damit junge Menschen in Friedberg eine Zukunftsperspektive sehen? Die städtische Politik braucht für echte Zukunftsperspektiven mehr junge Leute in der Politik, um die Zukunft zusammen mit den jungen Menschen zu gestalten. Ausbau der Infrastruktur, Wohngebiete weiter ausbauen, Straßensanierung, Gute Schulen und Kindergärten, gutes Vereinsleben all das und noch mehr kann dazu beitragen, dass junge Menschen eine Zukunftsperspektive sehen. Wir arbeiten immer für die Menschen in der Stadt für alle gesellschaftlichen Schichten, da wir in der Kommunalpolitik ein breites Feld der Gesellschaft abbilden. Wir sind immer sehr dankbar für Anliegen, Anregungen und Wünsche aus der Bevölkerung natürlich gibt es dazu unterschiedliche Interessen innerhalb der Bevölkerung. Mit Kommunikation erreicht man oft am besten das Ziel! Wir tun aber jetzt schon viel dafür die Stadt weiterhin im Hinblick auf die Zukunft für die Jungen Menschen attraktiv zu gestalten. Vieles haben Sie in den Nachfolgenden Fragen aufgegriffen.
  2. Warum gibt es für die Oberstufenschüler*innen der Augustinerschule noch Container auf dem Goetheplatz – und wie lange soll das so bleiben? Die Schulen in Friedberg liegen wie in jeder Stadt in der Verantwortung des Kreises. Da wir aber möchten, dass möglichst viele Schüler in Friedberg ihr Abitur absolvieren können setzen wir uns aktiv für die Entwicklung der Schulen ein, welche der Kreis durchführen soll. Die Stadt Friedberg und somit wir haben dem Wetteraukreis die Verkehrsfläche auf dem Goetheplatz bis zum 31.03.2028 zur Verfügung gestellt (siehe hierzu Pressemitteilung des Kreises vom 03.07.2025 „Augustinerschule: Friedberg unterstützt Behelfslösung“. Der Kreis arbeitet an der Lösung des Erweiterungsbaus.
  3. Wie kann die Stadt junge Menschen bei Ausbildung, Studium oder Berufseinstieg besser unterstützen? Die Stadt kann jungen Menschen hier nur indirekt helfen. Die Wirtschaftliche Infrastruktur für die Unternehmen muss weiterhin attraktiv gestaltet werden damit Ausbildung, Studium oder Berufseinstieg für jeden in und um Friedberg einfacher ist. Zudem ist heute schon eine Vernetzung zur Stadt geschaffen mit unserem Wirtschaftsförderer. Das Innovationsquartier oder das Unternehmerfrühstück im Zukunftsraum unterstützen schon heute Unternehmen. Hier könnte noch weiteres Potenzial liegen für Ideen aus den Reihen der jugendlichen, wie Ihr unterstützt werden wollt! Sprecht uns an!


Räume & Stadt

  1. Wo können Jugendliche in Friedberg sein, ohne zu stören – und was braucht es dafür? Das Junity ist für Jugendliche die öffentliche Anlaufstelle Nummer eins, um zu sein, wie Sie möchten, ohne zu stören. Ungestörte Räume für Jugendliche setzt ein Verständnis dafür voraus diese auch gestalten und unterhalten zu wollen. Die Stadt kann hier bei Raumfindung unterstützen oder durch Personelle Unterstützung.
  2. Wann werden Straßen in Friedberg nachhaltig erneuert und verbessert? Straßensanierung in Friedberg hat eine hohe Priorität da unsere Straßen durchweg in schlechtem Zustand sind. Die Nachhaltigkeit bei einer Straßensanierung ist zu beachten aber recht unvermeidbar. Vorhandene Straßen und Wegenetze müssen erhalten bleiben. Mobilität neu gedacht für unsere Komplette Stadt schützt nachhaltig unsere Straßen und Wege. Bestehende Straßen werden Zug um Zug saniert und bindet hohe finanzielle Mittel, was die Menge der sanierenden Straßen pro Jahr einschränkt. 2026 ist geplant, dass die Sanierung der Pfingstweide begonnen wird. (Straße durchs Industrie Süd) 
  3. Wie wollen Sie für mehr Grünflächen, Bäume und Blumen im Stadtgebiet sorgen? Kleine freie Verkehrsflächen in Friedberg und Stadtteilen müssen grün gestaltet werden. Auch hier spielen die Neukonzeption verschiedener Orte wie der Seewiese eine große Rolle. Nicht nur die Stadt hat diesem Punkt Sorge zu tragen, sondern auch die Bürger direkt. Schottergärten und Steingärten sind im Zuge des Klimas und Naturschutzes nicht mehr zeitgemäß. Durch die angepasste Vorgartensatzung muss der Bürger auch sorge tragen, dass die Vorgärten wieder grüner werden. Grundsätzlich werten Grünflächen, Bäume und Blumen die Lebensräume auf und trägt somit auch zum Mikroklima bei.
  4. Was kann gegen Müll und fehlende Aschenbecher im öffentlichen Raum getan werden? Im öffentlichen Raum können an Orten wo wenig, bis keine Müllbehälter vorhanden sind weitere Müllbehälter angebracht werden. Öffentliche Aschenbecher in Kombination mit Mülleimern wären hier eine denkbare Lösung. Das Problem der Situation ist, dass der wenigste oder der kleinste Teil des Mülls sowie der Zigarettenstummel dort gar nicht erst landet. Hier müsste man sich über ein angepasstes Strafkonzept Gedanken machen. Der illegale abgeladene Müll wird durch einen Mülldetektiv oder durch zuständige Personen untersucht, um den Verursacher festzustellen. Durch Rückverfolgung und höhere Strafen für illegale Müllablagerungen soll unsere Stadt sauberer werden. Im Team des Bauhofes haben wir mehrere Müllwerker welche unsere Straßen vom Müll befreit diese können aber leider nicht überall sein.  
  5. Wie wollen Sie die Infrastruktur in Friedberg konkret verbessern? Wir arbeiten aktiv in der Lenkungsgruppe des Mobilitätskonzeptes mit. Dort wird momentan der Status Quo erarbeitet. Nach diesem Konzept können wir aktiv und gezielt in Infrastrukturprojekte investieren. Wir setzen uns heute schon für den Neubau des Busbahnhofs sowie der Modernisierung des Bahnhofvorplatzes ein. Wir stehen für den Ausbau des ÖPNV. Bushaltestellen werden barrierefrei, um Menschen mit Beeinträchtigung den Alltag zu erleichtern. Der Ausbau der Radwege habe ich im Themenbereich Freizeitgestaltung schon aufgegriffen hier arbeiten wir ebenfalls aktiv mit. Busverbindungen sollten enger getacktet in die Ortsteile fahren vor allem die Orte die keinen Bahnanschluss haben.   
  6. Wie stehen Sie zu mehr Ausgeh- und Partymöglichkeiten (z. B. Clubs, Bars, Veranstaltungen)? Ich selbst stehe dem Thema offen entgegen. Thema hier ist, dass die Stadt was Clubs und Bars angeht nur unterstützend bei der Immobiliensuche behilflich sein kann. Selbst betreiben ist nicht möglich. In der Stadt haben wir sehr gute Veranstaltungen wie das Sommer OpenAir auf der Seewiese, verschiedene Veranstaltungen im Rathauspark oder der Feierabendtreff auf dem Elvis-Presley-Platz. Diese Veranstaltungen gilt es zu erhalten und aktiv zu besuchen.
  7. Wie können mehr soziale Aktionen und Projekte für junge Menschen gefördert werden? Fördermöglichkeiten sind vielfältig und können in vielen Formen stattfinden. Unterstützung bei in Anspruchnahme von Fördermitteln durch den Fördermittelmanager. Das Bereitstellen von Räumen für Aktionen und Projekte wäre eine Möglichkeit. Ebenso wie Personelle Unterstützung durch das Junity bei Projekten mit jugendlichen im Junity. Bildung von Interessensgruppen aus verschiedenen Schulen, Vereinen, Unternehmen und der Stadt um Projekte gezielt und breit aufzubauen.


Mitbestimmung & Politik

  1. Wie können Jugendliche in Friedberg wirklich mitentscheiden – nicht nur angehört werden? Jugendliche können sich aktiv im Jugendrat engagieren. Sollte dies aus welchen Gründen auch immer nicht möglich sein wäre eine alternative sich einer Jugendorganisation einer Partei anzuschließen und sich dort einzubringen. Ab 18 Jahren kann sich jeder auf einer Liste für das Stadtparlament aufstellen lassen. Um für möglichst viele die Möglichkeit zur Mitbestimmung anzubieten wäre eine Meinungs- und Beteiligungsplattform sehr sinnvoll. Angepasst mit einer Anmeldung für jeden einzelnen Jugendlichen.   
  2. Was ist aus den angekündigten Bänken auf der Seewiese geworden? Diese werden nach jetzigem Kenntnisstand noch ergänzt.
  3. Wie ist der aktuelle Stand bei der Entwicklung der Kaserne? Der aktuelle Stand der Kaserne ist, dass die Stadt Flächen zur Errichtung der Feuerwehr sowie des Bauhofes reserviert hat. Für die Entwicklung der Kaserne werden Anbieter angehört also Investoren, welche das Kasernengebiet nach einem auf unsere “Wünsche“ angepassten Vertrag entwickelt. Hier sind wir ein großes Stück weiter gekommen, sodass wir 2026 dort weitere Punkte abstimmen können.
  4. Warum dauern bestimmte Projekte in Friedberg so lange – und was kann man dagegen tun? Warum dauern bestimmte Projekte in Friedberg so lange- dass ist eine gute Frage hängt aber meist mit dem Projekt an sich zusammen. Große sowie kleine Projekte erfordern leider meist eine Vielzahl an Abstimmung durch verschiedene Personen in verschiedenen Fachämtern wie Bauamt, Grünamt, Ordnungsamt, Liegenschaftsamt oder andere Fachämter. Bürokratie und Papier ist leider geduldig. Projekte können wir durch aktives Mitarbeiten oder gezieltes Nachfragen vorantreiben. Wir haben in Friedberg viele Große Projekte welche lange dauern da diese viele einzelne Planungsschritte benötigen. Förderprogramme sind oft meist auch an zeitliche Rahmen geknüpft. Hingegen den großen langen Projekten gibt es viele kleine Projekte in Friedberg welche schneller und weniger öffentlichkeitswirksam ablaufen.